Fassungslos saß ich auf der Rückfahrt neben Edward und lauschte seiner kurzen Zusammenfassung von dem Telefonat mit Jasper.
Ich konnte es immer noch nicht glauben. Tanya war tatsächlich bei 'Tree-Brothers' aufgetaucht. Mist! Wie hatte ich nur so dumm sein können! Wie hatte ich nur glauben können, dass sie meine Kündigung so einfach hinnehmen und ihr Interesse an Edwards Firma aufgeben würde? Ich war einfach zu naiv! Und jetzt versuchte sie sogar den Spieß umzudrehen und wagte es, von 'Verleumdung' zu sprechen...
Wie auf der Hinfahrt umschloss seine Hand meine und nur seine beruhigende Art half mir, nicht zitternd wie ein Häufchen Elend das Gesicht in meinen Händen zu vergraben und den Tränen freien Lauf zu lassen. Ich hätte mich am liebsten irgendwo verkrochen ... am besten mit Edward zusammen und einfach nur vergessen, was in der realen Welt gerade auf mich niederprasselte.
Gerade noch hatte ich Jacob in die Wüste geschickt. Ich hoffte wirklich, dass er sein Leben in den Griff bekam. Sein verzweifelter Gesichtsausdruck, als er endlich begriff, dass es für uns keine Zukunft mehr geben würde, sah ich noch deutlich vor Augen. Ich wünschte wirklich, dass auch er sein Glück fand ... so wie ich mit Edward.
Edward... Ich schaute zu ihm rüber und mein Herz setzte für einen Schlag aus. Sein Anblick haute mich immer wieder um. Selbst jetzt, als er grimmig und sehr konzentriert am Steuer saß. Er strahlte eine Entschlossenheit aus, die ich beneidenswert fand. Womit hatte ich nur seine Liebe und so schnell auch sein Vertrauen verdient? Seit er mich kannte, ging es immer auf und ab, kaum hatten wir Zeit für uns alleine ... da tauchte schon das nächste Problem auf. Aber er blieb dicht an meiner Seite und stärkte mir den Rücken ... jeder andere hätte längst die Flucht angetreten und mich in den Wind geschossen.
Dankbar drückte ich seine Hand, hob sie hoch und gab ihm einen zarten Kuss in die Handinnenfläche. Danach schmiegte ich meine Wange hinein und atmete dabei das einzigartige Aroma seiner Haut ein. Damit entlockte ich ihm ein leises Brummen, welches meinen Körper zum Summen brachte. Er schaute kurz zu mir und ich konnte ein leises Keuchen nicht unterdrücken. Wie stellte er das nur an... Sein Blick war so intensiv, seine smaragdgrünen Augen leuchteten geradezu. Mir liefen kleine Schauer über den Rücken und ich versank völlig in diesem kleinen Augenblick. Ein Lächeln stahl sich auf meine Lippen und mir wurde ganz heiß.
Doch als Edward wieder nach vorne schaute, schob sich viel zu schnell das vor uns liegende Treffen mit Tanya in meinen Kopf und meine Gedanken wurden wieder kalt. Sie hatte sich von Jasper nicht vertrösten lassen und auf ein heutiges Treffen mit Edward bestanden. Sie hoffte wohl, dass ich mich ihm noch nicht anvertraut hatte und rechnete sich so erhöhte Chancen aus. Nicht dumm von ihr. Und würde zwischen Edward und mir nicht schon ein solch großes Vertrauen bestehen ... hätte sie wohl gute Karten, mit ihrer Lüge durchzukommen.
Sie konnte wirklich nicht mit dieser außergewöhnlichen Verbindung zwischen Edward und mir rechnen. Ich konnte es selber immer noch nicht ganz glauben. Ich fragte mich, wie ich ihn nur verdiente und ob ich gut genug für ihn war. Doch er liebte mich ... so wie ich war... Und ich liebte ihn. Von ganzem Herzen. Ich hatte meinen Seelenverwandten gefunden und würde ihn freiwillig niemals hergeben. Wenn nur dieses blöde Gespräch nicht wäre ... ich wollte unbedingt mit ihm alleine sein und endlich alles vergessen, was nichts mit unserer Liebe zu tun hatte...
Trotz meiner Zuversicht hörte ich einen kleinen Funken Zweifel knistern ... und ich fing an, auf meiner Unterlippe herumzukauen. Glaubte mir Edward? Reichte sein Vertrauen? Würde es standhalten ... bei den ganzen Lügen, die ihm Tanya wohl auftischen würde? Sie würde fein säuberlich genau in die Wunde Salz streuen, die ich erst heute Morgen in sein Herz gerissen hatte. Ich konnte mich noch sehr genau an seinen versteinerten Blick erinnern und das Gefühl, mein Herz würde zu Eis gefrieren. Auch wenn wir darüber gesprochen hatten und Edward mir versicherte, er würde mir glauben. Ich hatte trotzdem eine Heidenangst.
Automatisch verstärkte ich meinen Griff um Edwards Hand und mein Herz machte einen dummen Hüpfer, als er den Druck erwiderte und sein Daumen zärtlich über meine Haut strich.
Sobald wir bei 'Tree-Brothers' ankamen, setzten wir uns mit Emmett und Jasper zusammen. Wir mussten sie dringend über die Ereignisse des Tages in Kenntnis setzen. Sie erwarteten uns schon und lauschten dann mit leicht ungläubigen Gesichtern, was ich zu berichten hatte ... meine Kündigung am Morgen bei Tanya Denali, wie ich auf diese Mails gestoßen war und mir eine Sicherungskopie auf einem Datenstick machte. Dann natürlich meine Beichte bei Edward und die ganzen Hintergründe, warum Tanya so ein großes Interesse an 'Tree-Brothers' hatte. Ich war sehr froh, Edward hierbei an meiner Seite zu haben. Immer wenn ich ins Stocken kam, da mir meine sogenannte zweite Beichte doch sehr unangenehm war, spürte ich seinen aufmunternden Händedruck und auch seine Augen sprachen mir Mut zu.
Jasper lauschte sehr ruhig meinen Worten und machte ein nachdenkliches, verschlossenes Gesicht. Emmett aber sprang auf und lief unruhig in Edwards Büro auf und ab.
„Das ist alles meine Schuld“, brach es plötzlich aus ihm hervor.
Völlig verdattert starrte ich ihn an. Was? Wie kam er denn auf diese Idee? Und was genau meinte er damit?
Edward aber schien der Ausbruch seines Freundes nicht zu überraschen. Er streckte die Hand aus und hielt Emmett am Arm fest, um ihn so daran zu hindern, weiter ruhelos herumzulaufen.
Edward wartete, bis Emmett ihn ansah. „Hör sofort damit auf“, sagte er dann mit leiser, ernster Stimme.
Fragend schaute ich von einem zum anderen, aber die beiden Männer waren nur aufeinander konzentriert und ignorierten mich. Ich war mir sicher, dass Edward sich nicht auf das Herumgelaufe bezog.
„Ich weiß, was in dir vorgeht, aber das ist Unsinn“, sagte Edward fest. „Wir drei waren uns darüber einig, dass wir mit einer anderen Firma fusionieren müssen, um zu wachsen und am Markt bestehen zu können.“
„Aber...“ Emmett wollte etwas einwenden, doch Edward kam ihm zuvor.
„Ja, es war dein Vorschlag, Tanya Denalis Firma in die engere Wahl zu ziehen und ja, du hast den Kontakt zu ihr aufgebaut. Aber ihr Unternehmen war nicht der einzige Kandidat und wir haben diese Entscheidung gemeinsam getroffen, so wie wir das immer machen. Als Team. Genau so, wie wir jetzt auch gemeinsam mit diesen Schwierigkeiten fertigwerden. Hast du mich verstanden?“
Ich musste trotz des Ernstes dieser Situation lächeln ... ich konnte förmlich die Verbundenheit und auch tiefe Freundschaft zwischen den beiden spüren.
Emmetts Gesicht entspannte sich merklich. „Verstanden“, sagte er zackig, als wäre er ein Rekrut, der mit einem höheren Offizier sprach. „Danke“, fügte er dann hinzu und auf seinem Gesicht machte sich bereits wieder das für ihn so typische Grinsen breit. „Und, Edward...“
„Ja?“, fragte dieser gespannt zurück.
„Wenn du dich nicht mit mir verloben willst, kannst du mein Handgelenk jetzt wieder loslassen.“
Die beiden lachten befreit auf, während mein Blick neugierig auf Jasper fiel, der immer noch mit nachdenklicher Miene vor sich hinstarrte und von dem Gespräch seiner Geschäftspartner offenbar nicht viel mitbekommen hatte.
„Spencer & Sons“, rief er plötzlich aus heiterem Himmel.
Obwohl ich ihn beobachtete, war ich auf solch einen Ausruf nicht gefasst und zuckte erschrocken zusammen. Doch dann sahen wir ihn alle fragend mit großen Augen an. Er lächelte ein wenig verlegen, dann erklärte er uns, wovon er sprach.
Ungefähr ein Jahr bevor ich angefangen hatte für Tanya zu arbeiten, hatte sie wohl schon einmal mit einer anderen Firma fusioniert.
„Zumindest war es als gleichberechtigte Fusion geplant gewesen“, fügte Jasper nachdenklich hinzu.
Emmett schlug sich vor die Stirn. „Jetzt erinnere ich mich, dass ich damals im Handelsblatt darüber gelesen habe. Wie konnte ich das nur vergessen und warum hat es beim Namen Denali nicht gleich bei mir geklingelt? Bevor der Zusammenschluss offiziell wurde, hatte Tanyas Firma Spencer & Sons geschluckt und die Familie war draußen.“
Jasper nickte zustimmend. „Es ist damals sehr viel spekuliert worden, aber niemand hat etwas Genaues erfahren. Wenn ich mir jetzt die jüngsten Entwicklungen anschaue, kann ich mir sehr gut vorstellen, was da wirklich abgelaufen ist. Und für uns hatte Tanya wohl ein ähnliches Schicksal vorgesehen.“
Wie auf ein geheimes Zeichen wandten sich die drei Männer mir zu. Unter den dankbaren Blicken, die sie mir zuwarfen, errötete ich zutiefst.
Edward nahm zärtlich meine Hand, zog sie an seine Lippen und küsste sie. Sofort fing meine Haut an dieser Stelle an zu kribbeln.
„Du hast uns mit deiner Warnung gerettet“, sagte er unter dem zustimmenden Nicken von Jasper und Emmett.
Jasper warf einen Blick auf seine Uhr.
„Uns bleiben noch gut zwei Stunden, bis Tanya hier wieder aufkreuzt. Wir sollten die Zeit nutzen und uns die Beweise, die Bella gesammelt hat, näher ansehen. Damit wir eine Strategie entwickeln, wie wir ihr am besten begegnen können. Vielleicht können wir so ja schon erkennen, worauf sie in dem Gespräch mit Edward hinauswill und welche Trümpfe sie in der Hand zu haben glaubt.“
Alle am Tisch murmelten ihre Zustimmung zu dem Plan und ich holte den Datenstick aus meiner Tasche, damit wir beginnen konnten.
Es stellte sich heraus, dass alle drei gute Geschäftsleute mit untrüglichem Instinkt für die großen Zusammenhänge waren. Aber insbesondere Jasper besaß ein tiefgreifendes Wissen über firmen-finanzpolitische Strategien. Seine Schlussfolgerungen und Vorschläge für Gegenmaßnahmen gingen noch über das hinaus, was ich Edward bei meinem Geständnis vorgeschlagen und geraten hatte.
Es dauerte nicht lange, bis wir verschiedene Abwehrstrategien ausgearbeitet hatten. Welche davon zum Einsatz kommen würde, hing davon ab, welche Taktik Tanya verfolgte.
Nachdem wir alles besprochen hatten, blieben uns noch gut dreißig Minuten, bis Tanya erscheinen würde.
Jetzt stand ich mit Edward alleine in seinem Büro und ich suchte sofort seine Nähe, ich brauchte ihn jetzt so sehr. Ihm schien es nicht anders zu gehen. Er zog mich in seine Arme und ich schmiegte seufzend meinen Kopf an seine Brust.
„Mit dir zusammen werde ich dieses Gespräch schon schaffen. Zusammen werden wir mit allem fertig.“
Sofort schüttelte Edward den Kopf und schob mich leicht weg, um mich anzuschauen.
„Bella.“ Er nahm mein Gesicht liebevoll in seine Hände und sah mir tief in die Augen. „Du hast mich vorhin gebeten, dir zu vertrauen. Jetzt bitte ich dich um das Gleiche.“
Ich wollte ihm widersprechen, doch er legte rasch einen Finger auf meine Lippen.
„Das Treffen mit Jacob war etwas, das du allein machen musstest. Es fiel mir nicht leicht, dich gehen zu lassen. Und dieses Treffen mit Tanya ist etwas, das ich allein machen muss. Zumindest am Anfang. Wenn sie dich hier sieht, wird sie sofort wissen, dass sie ausgespielt hat und dann werde ich ihr niemals ihre wahren Pläne entlocken können.“
In mir protestierte alles ... ich wollte mich aus seiner Umarmung lösen, aber er ließ es nicht zu. Fest schlang er einen Arm um meine Hüfte, während seine andere sanft meine Wange streichelte. Sein Blick bohrte sich in meinen ... seine Augen flehten mich an. Unter seinem Blick schloss ich ergeben meine Augen und nickte widerwillig. Das letzte Argument konnte ich wirklich nicht entkräften, so sehr es mir auch widerstrebte, ihn mit dieser falschen Schlange alleinzulassen.
„Wir werden ja nicht wirklich allein sein“, sagte Edward, als hätte er meine Gedanken gelesen. „Emmett, Jasper und du, ihr werdet nebenan alles verfolgen können, was hier vor sich geht.“
Ein leises Schluchzen schlüpfte mir durch die Lippen und er zog mich wieder an seine Brust und schlang beide Arme fest um meinen Körper. Geborgenheit und Vertrauen umgaben mich, er legte seinen Kopf auf meinen und hielt mich einfach nur fest. Seine Wärme durchströmte mich. Überwältigt und erschöpft saugte ich tief seinen Duft ein. Meine Arme schlangen sich ganz von allein um seinen Rücken. Trotzdem fing ich an zu zittern ... ich konnte meine Gefühle nicht in den Griff bekommen.
„Bella. Wie schaffen das. Vertrau mir einfach!“, murmelte Edward an meinem Haar und strich mir beruhigend über den Rücken.
„Ich habe einfach Angst...“, flüsterte ich.
Was wäre, wenn er ihr doch glauben würde...?
Wenn Tanya die Wahrheit so verdrehte, dass er an mir zweifelte?
Was wäre, wenn Edward mich von sich stoßen würde?
Alleine durch diese Vorstellung zog sich mein Herz schmerzhaft zusammen. Das würde ich nicht überleben...
„Ich weiß...“ Schwer schluckte er. „Dieser Plan wird sicher hart für dich ... aber bitte, vertrau mir, Bella.“
Sanft löste er meine Arme, um mein Gesicht zwischen seine Hände zu nehmen. Seine Finger strichen liebevoll über meine Wange und sein Daumen fuhr federleicht über meine malträtierte Unterlippe, die vom ständigen auf-ihr-Herumkauen ganz rot und geschwollen war.
Kaum fanden sich unsere Augen, schien die Welt um uns herum stillzustehen. Es gab nur noch uns zwei ... unsere Liebe war die einzige Wahrheit. Ich konnte in seinen Augen so viel lesen... Liebe, Vertrauen und auch Sehnsucht...
„Ich liebe dich, Bella!“, hauchte er mir flüsternd auf meine Lippen.
„Edward ... ich liebe dich. Aber...“, fing ich an.
Doch er schien wieder ganz genau zu wissen, was mich quälte und sprach das aus, was ich so dringend von ihm hören musste. Was mein schmerzendes Herz brauchte, um die nächsten Stunden zu überstehen.
„Kein 'aber', Bella! Tanya kann sagen, was sie will. Ich glaube dir, auch wenn ich die Daten nicht gesehen hätte ... mach dir bitte keine Sorgen. Nichts auf der Welt kann dich von mir trennen ... du bedeutest mir alles ... Du bist mein Leben, Bella!“
Seine Stimme war so ernst und seine Hände so sanft auf meinen Wangen. Wie in Zeitlupe schloss er kurz seine Augen und als er sie wieder aufschlug, schien sich in seinen smaragdgrünen Augen ein Feuer zu entfachen. Dann berührten seine Lippen meine und er küsste mich so zärtlich, dass ich aufschluchzen musste.
Schwarze Punkte erschienen vor den Augen. Mein Puls raste mir wild in den Ohren und ich wusste, dass das alles hier jetzt einfach zu viel für mich war. Ich legte meine Arme haltsuchend um seinen Nacken um ihm noch näher zu sein, schob die Hände in sein Haar, während ich meinen Tränen freien Lauf ließ.
Kurz bevor meine Beine unter mir wegzubrechen drohten, umschlang mich Edward und löste sich keuchend von mir. Er drückte mir einen liebevollen Kuss auf die Stirn und hob mich etwas mehr hoch, um mich zu seiner kleinen Sitzgruppe zu tragen. Behutsam ließ er sich auf das weiche Polster gleiten und zog mich auf seinen Schoß, so dass meine Beine seitlich auf den weichen Kissen lagen. Er hielt mich wieder einfach nur fest.
Nie sollte dieser Moment enden und Edward schien diese Nähe genauso zu brauchen wie ich. Ein leichtes Zittern seiner Hände konnte er auch vor mir nicht verbergen. Doch hier in seinen Armen zu sitzen fühlte sich einfach richtig an. Das war genau das, was ich jetzt brauchte ... was wir beide brauchten...
Mein Kopf ruhte auf seiner Schulter, meine Nase hatte ich dicht an seine Halsbeuge gedrückt und unter meiner Hand auf seiner Brust spürte ich seinen schnellen Herzschlag. Edward strich mir sanft über mein Haar und fing an, mit einer meiner Strähnen zu spielen, während er die Melodie summte, die er gestern bei sich zu Hause auch gesummt hatte, als er mich auf seinem Sofa nach Jakes Anruf tröstete. Sie war mir unbekannt, wunderschön und schmierte mir Balsam auf die Seele.
Ich fühlte mich in diesem Augenblick so wohl, dass ich anfing, an seinem Hals zu schnurren. Meine Ängste fielen von mir ab und ich konnte mich ganz auf die Liebe meines Lebens konzentrieren. Ich ließ meine Hand langsam über seine Brust kleine Kreise ziehen und spürte Edward kurz erschauern. Dann strich ich vorsichtig an seinem Hals hoch, zu seinem Kinn und seitlich an seiner Wange hoch. Die leichten Barstoppeln kratzten an meinen Fingerspitzen, er sah damit nur noch besser aus... Mein Herz fing an zu stolpern, als mir so richtig bewusst wurde, dass er mein war. Edward drehte seinen Kopf zu mir, und so wanderten meine Finger weiter zu seinen Augenbrauen und über seine Nase zurück zu seinem Mund. Er ließ mich gewähren, nur seine Augen bohrten sich glühend in meine. Ihn zu berühren gab mir so viel Ruhe und Kraft. Er glaubte an mich...
Er war einfach so schön ... als sich sein Mund leicht unter dem Druck meines Zeigefingers öffnete, schloss ich überwältigt von meinen Gefühlen die Augen. Edward stöhnte leise auf, schob eine Hand in mein Haar und dirigierte so meinen Mund zu seinem. Seine Lippen streiften zärtlich meine, neckten mich, lockten mich und als er vorsichtig meine Unterlippe zwischen seine Zähne nahm und leicht hinein biss, stöhnte ich erregt auf und presste meine Lippen verlangend auf seine.
Ich brauchte ihn! Ich musste seine Haut auf der meinen spüren, musste seine Worte tief in mir fühlen!
Abrupt wurden wir aus unser kleinen Welt gerissen, als es zaghaft an der Bürotür klopfte und Jasper mit entschuldigender Miene eintrat.
„Tut mir leid ... ich muss hier noch schnell die Kamera installieren, bevor uns die Zeit davonläuft. Tanya sollte in etwa 10 Minuten da sein.“
Ich atmete tief durch. Edwards Liebe und seine Nähe hatten mir die nötige Ruhe und Zuversicht gebracht, um mich dem zu stellen, was gleich kommen würde.