3. Der Traum


Eilig lief ich die Treppe hoch und schloss leise die Wohnungstür auf. Ich wollte mich eigentlich ganz leise in mein Zimmer schleichen, als ich durch die geöffnete Wohnzimmertür Alice und Rose erblickte. Sie gaben wirklich ein schönes Bild ab, wie sie da zusammengesunken auf dem Sofa schliefen. Sie hatten doch tatsächlich auf mich gewartet. Gerührt blieb ich in der Tür stehen. Dann schlich ich mich leise zum Fernseher, wo gerade noch eine Talkshow lief, um ihn auszuschalten. Doch kaum war es still, schreckte Alice aus ihrem Schlaf hoch. Verwundert sah sie sich um und sprang schnell auf, als sie mich sah.

„Bella, du kommst aber spät. Wie war es? Warte – du grinst ja, du strahlst ja förmig! Oh, OH! Rose, Rose - komm wach schnell auf, Bella ist wieder da!“ Alice rüttelte die schlaftrunkene Rose. „Rose, bitte! Bella muss uns alles erzählen!“

„Bitte, lass doch die Arme schlafen, es ist schon so spät. Ich kann es euch auch morgen beim Frühstück erzählen...“,versuchte ich etwas lahm Rose vor Alice zu retten, aber es war schon zu spät.

Sie wurde langsam wach, streckte sich erst einmal ausgiebig und sah dabei aus wie eine kleine süße Katze. Dann drang es langsam auch zu ihr durch, dass ich wieder da war. „Oh Bella Liebes, wie war dein Abend?“ Das klang noch einigermaßen verschlafen, aber ich konnte dennoch deutlich ihre Neugier wahrnehmen.

„Da ihr ja jetzt beide wach seid und mich bestimmt vorher nicht schlafen lasst....werde ich euch von meinem wirklich geglückten Abend berichten“, mit diesen Worten und einem Grinsen im Gesicht ließ ich mich zusammen mit Alice auf unser großes Sofa plumpsen.

Sie sahen mich mit großen erwartungsvollen Augen an und ich konnte nicht anders, ich musste gleich mit dem Wichtigsten raus platzen, da ich selber noch so aufgewühlt war.
„Ich glaube, ich habe mich verliebt....“ So, jetzt war die Bombe geplatzt. Ich, Isabella Swan, die seit 4 Jahren an Männern nicht sonderlich interessiert war, hatte sich wieder dem männlichen Geschlecht zugewandt. Abwartend beobachtete ich die beiden. Sprachlos saßen sie neben mir. Doch Alice fand - wie immer - als Erste die Sprache wieder.

„Nein, das glaube ich dir nicht - wie ist das denn passiert?“ Sie sprang ganz aufgeregt wieder vom Sofa und fing an, auf und ab zu laufen um sich dann in den Sessel zu werfen. „Du musst es uns ganz genau erzählen!“

Rose hingegen nahm mich in den Arm und drückte mich ganz fest. „Oh Bella, ich freue mich so für dich. Und, wie fühlst du dich? Ich bin so froh, das ist das Beste, was dir passieren konnte“, lächelte sie mich warm an.

Ich war ihr wirklich sehr dankbar dafür. Ich erwiderte die Umarmung, atmete einmal tief durch und fing dann an, ihnen alles zu erzählen.
„Also, ihr könnte euch ja denken, dass Tanya überhaupt nicht erfreut war, weil ich doch etwas zu spät gekommen bin. Dann sah sie mich und ihre Gesichtszüge entglitten ihr, oh ja, ihr beide habt ganze Arbeit geleistet.“
Ich musste bei der Erinnerung an ihre zusammengekniffenen Augen, aus denen ganz klar der Neid gesprochen hatte, grinsen.

Alice rief ein lautes „Yeah“ aus und Rose freute sich sichtlich. Und auch ich musste lachen.

„Aber sie zog mich gleich zu unserem neuen Geschäftskunden, um mich vorzustellen. Das war mir auch recht so, somit hat sich ihre kleine Standpauke in Grenzen gehalten. Aber dann - ich weiß auch nicht, was da mit mir los war. Ich war wie erstarrt, ich konnte Edward Cullen, so heißt der neue Geschäftskunde, nur mit offenem Mund betrachten.“
Meine Freundinnen hingen gespannt an meinen Lippen, als ich eine kleine Pause einlegte, um ihre Reaktionen abzuschätzen.
„Und was noch viel verrückter ist, Edward ging es genauso. Er sagte keinen Ton, seine wunderschönen Augen versanken in meinen und so standen wir uns einfach gegenüber.“ Ich fing regelrecht an zu schwärmen und seufzte tief. „Dann zog er mich einfach mit und wir gingen an den Strand.“

„Oh – einfach so? Und dann, was habt ihr dann gemacht?!“ Typisch Alice, sie war einfach so neugierig.

Ganz im Gegenteil zu Rose. „Wie romantisch“, und auch sie seufzte tief.

„Oh ja, als ich meine Schuhe ausziehen wollte, verlor ich das Gleichgewicht und ehe ich mich versah, lag ich schon in Edwards Armen und dann ... küssten wir uns.“ Jetzt wurde ich auch noch rot, selbst jetzt verstand ich es noch nicht so ganz.

„Nein – echt?!“ Alice hatte es tatsächlich die Sprache verschlagen. Sie starrte mich mit offenem Mund an.

„Und was für ein Kuss - wir mussten uns richtig zusammenreißen, um uns voneinander zu lösen und dann weiter am Strand entlang zu gehen. Dort fing dann Edward an, mich über meine Arbeit bei Tanya auszufragen. Nachdem wir uns sehr schnell für Montag in seinem Büro verabredet hatten, zog mich Edward einfach weiter über den Strand, bis zu ein paar Strandkörben … -“

„Warte, warte...hat es wirklich geklappt? Das mit deinem Job, meine ich.“
Erwartungsvoll sah mich Rose an.

„Ja, es war zwar ein sehr kurzes Gespräch, aber ich habe die Chance bekommen, mir am Montag ein paar Bilanzen anzusehen. Dann kann ich Edward mein Können beweisen und ich hoffe wirklich, dass alles klappt.“

„Ich drücke dir ganz fest die Daumen.“ Sie hielt mir ihre Fäuste mit den gequetschten Daumen hin.

„Oh Rose, das ist lieb von dir.“

„Dass du das schaffst, daran habe ich nie gezweifelt, Bella. Aber....erzähl bitte schnell weiter, was ist dann passiert?“ Alice hielt es vor Ungeduld kaum noch aus, sie sah so aus, als wollte sie mir an die Kehle springen, wenn ich nicht sofort weitererzählte.

„Ist ja gut. Also – er zog mich dann in einen der Strandkörbe.“ Verlegen machte ich eine kurze Pause. Wenn ich nur an diesen Kuss im dort dachte, wurde mir ganz heiß. „Tja und dann bin ich über ihn hergefallen.“
Ganz genau hatte ich jetzt Alice im Visier.

„WAS, du, Bella?! Dich haben doch die Männer in letzter Zeit überhaupt nicht interessiert! Und du kennst ihn doch gar nicht!“ Alice war total aus dem Häuschen.

„Ich weiß, ich verstehe es auch nicht so richtig, aber da war irgendetwas an ihm, ich habe das Gefühl, als würde ich ihn schon mein ganzes Leben lang kennen und hätte irgendwie schon immer auf ihn gewartet. Kennt ihr das? So etwas wie Liebe auf den ersten Blick?“
Meine Freundinnen, vor allem Rose, sahen jetzt leicht verwirrt aus.
„Ich habe bis heute Abend nicht daran geglaubt. Und wisst ihr was – ich glaube, ihm geht es genauso!“
Wenn ich noch einmal darüber nachdachte, erschien es mir auch ziemlich unglaublich. Wenn er nun doch nicht genauso empfand? Ach Quatsch! Schnell wischte ich diesen Zweifel beiseite.

„Bella, ich freu mich wirklich sehr für dich, aber bist du dir da ganz sicher? Männer sagen so etwas sehr schnell, um an ihr Ziel zu kommen.“ Rose beobachtete mich etwas skeptisch.

Also war auch ihr der Gedanke gekommen! Es war schon manchmal unheimlich, wie sehr wir uns ähnelten...
„Du kannst es mir glauben. Ich bin mir ziemlich sicher, dass es Edward genauso geht wie mir. Immerhin war er es jedes Mal, der unsere Küsse beendete. Ich war dazu nicht in der Lage. Mein Verstand setzte einfach aus, aber er muss eine große Selbstbeherrschung haben. Er meinte doch tatsächlich zu mir, er möchte mich erst vorher besser kennenlernen.“
Kein Wunder, dass ich mich in ihn verliebt hatte! In so einen höflichen Gentleman... und er hatte sich auch nicht gescheut, mich vor seinen Freunden als „seine Bella“ vorzustellen.

„Stopp! Ist das dein Ernst? Er hat aufgehört dich zu küssen um sich mit dir zu unterhalten?“ Alice kam aus dem Staunen nicht mehr heraus.

„Glaubt mir, wir haben uns dann richtig gut unterhalten und bis zum Sonnenuntergang in diesem Strandkorb gesessen. Es war so schön...“ Seufzend und voll in meiner Erinnerung versunken saß ich entspannt auf unserem Sofa.

Auch Alice und Rose waren tief in Gedanken, bis Alice' Neugier wieder hoch kam. “Und dann?“

„Dann sind wir wieder zur Party zurückgegangen. Ich wollte zwar nicht, aber Edward ist da sehr vernünftig.“
Ja...ich konnte nicht anders, als die ganze Zeit von ihm zu schwärmen.
Es war einfach ein so wunderbares Gefühl, und ich hatte es so lange nicht mehr gespürt!
„Und ratet mal, wer uns dann als Erste über den Weg gelaufen ist? Genau - Tanya, sie hat mich gleich zur Rede gestellt - das war mir vielleicht peinlich! - und nachdem Edward sich entschuldigt hatte – und das, obwohl er doch gar nichts gemacht hatte! - hat sie klein beigeben müssen. Tja, es blieb ihr wohl nichts anderes übrig; schließlich will sie ihn nicht vergrämen. Aber sicher hat es sie gewurmt, dass wir uns so gut amüsiert haben.“

„Tanya, dieses Biest“, entfuhr es Alice.

„Dieser Edward ist ein richtiger Edelmann“, meinte Rose.

Ich schaute meine beiden besten Freundinnen liebevoll an. Ich war so froh, sie zu haben. Ich wüsste nicht, was ich ohne sie machen würde. Ich hätte es bestimmt nicht diese 4 Monate in New York ausgehalten, wenn sie mir nicht Halt gegeben hätten. Ich hatte zwar gleich nach dem Studium einen Traumjob bei Tanya Denali bekommen, aber niemals hätte ich mit dieser fiesen Art, wie sie sich mir gegenüber benahm, gerechnet. Ich konnte mich schon nicht mehr erinnern, wie oft Alice und Rose mich abends weinend in den Armen gehalten und mich immer wieder aufgebaut hatten...

„Und was passierte dann?“ Alice gab einfach nicht auf, bis sie mir auch noch das Letzte entlockt hatte. Aber ich hatte auch nichts anderes von ihr erwartet, sie war schließlich Alice; und wessen Freundin verliebte sich schon so Knall auf Fall?

„Wir setzten uns zu Edwards Geschäftskollegen und unterhielten uns sehr angenehm. Als es Zeit wurde aufzubrechen, hat er sich angeboten und mich nach Hause gefahren. Und hier bin ich.“

Abwartend schaute ich von Alice zu Rose. Ich sah eindeutig, dass Alice alles noch viel genauer erfahren wollen würde, aber ich war jetzt doch langsam zu müde. Auch Rose war seit ein paar Minuten nur noch am Gähnen. Wahrscheinlich war sie nicht mal richtig wach geworden.
Langsam wühlte ich mich aus dem Kissenberg auf dem Sofa, in dem ich längst versunken war, und stand auf.

„Meine Lieben, ich muss jetzt wirklich ins Bett. Ich bin stehend k.o.! Und Rose, du schläfst auch schon fast. Komm, ich bring dich ins Bett. Alice, jetzt schmoll nicht, ich erzähle dir gerne morgen beim Frühstück noch mehr.“
Innerlich schüttelte ich mich bei dem Gedanken, sie würde mich bestimmt noch früher wecken, um mir wirklich alles aus der Nase ziehen zu können. Aber mit etwas Anderem als diesem Versprechen hätte sie mich heute nicht mehr in Ruhe gelassen. Meine Alice!

Sie grummelte vor sich hin, half mir aber, Rose heil ins Bett zu bringen, die Ärmste schlief schon fast im Stehen ein. Sie nuschelte zwar noch ein bisschen Protest vor sich hin, den wir aber gekonnt ignorierten.
Dann umarmte mich Alice, drückte mich ganz fest an sich. „ Bella, ich freue mich so für dich. Du hast das so verdient. Nach dem ganzen Mist, den du durchgemacht hast. Ich drücke dir ganz fest die Daumen, dass alles klappt. Es wäre so schön, dich endlich richtig glücklich zu sehen.“ Erst nachdem sie fertig war, ließ sie mich wieder los.

„Danke, ich bin jetzt schon nach diesem Abend glücklich.“ Mein Lächeln ging in einem herzhaften Gähnen unter. Erst jetzt spürte ich meine Füße wieder und verdammt, sie taten richtig weh! „Ich kann es nur noch nicht so ganz glauben. Ich muss jetzt erst mal ins Bett. Ich bin viel zu müde, um noch weiter darüber nachzudenken.“

Alice half mir noch aus diesem Traum von einem Kleid und dann fiel ich erschöpft aber glücklich in mein Bett. Ich merkte noch, wie Alice mich zudeckte und schon tauchte ich ins Land der Träume ab.


Das Meer rauschte, leichter Wind trug den Duft von weißen Rosen gemischt mit dem salzigen Meeresgeruch zu mir herüber. Ich beobachtete, wie die Sonne langsam im Meer versank.
Ein leises „Bella...“ ließ mich den Kopf drehen, ich sah Edward in diesem schönen blau-weiß gestreiften Strandkorb sitzen. Er streckte seine Arme sehnsüchtig nach mir aus.

Eilig lief ich auf ihn zu, seine Arme zogen mich auf seinen Schoß und umfingen mich fest, als wollten sie mich nie mehr loslassen. Er wühlte genüsslich sein Gesicht in mein Haar und atmete tief ein. Ich schmiegte mich fest an seine Brust und legte mein Ohr auf sein Herz. Das leise bum, bum-bum ließ mich gelöst aufseufzen und sah zu ihm auf, unsere Blicke verschmolzen augenblicklich, ich verlor mich in seinen wunderschönen saphir-grünen Augen. Edward beugte sich zu mir und unsere Lippen fanden sich gierig. Ich keuchte leise auf, als seine Zähne leicht an meiner Unterlippe knabberten.

Seine Hände fuhren durch mein Haar und meinen Körper entlang, bis sie meinen Po fanden. Wir stöhnten beide auf, als Edward ihn mit seinen Händen umschloss und fest an seinen harten Schoß drückte. Es durchfuhr mich wie ein heißer Blitz. Spontan bog ich meinen Rücken durch und drückte mich dabei mit zurückgeworfenem Kopf noch fester an Edward.
Dieser stöhnte „Bella...“ und fing an, meinen Hals zu küssen. Mit seiner Zunge fuhr er hinunter bis zu meinem Brustansatz. Seine Hände folgten seinen Lippen und er umschloss fest meine kleinen Brüste.

Ich keuchte. Selbst durch den Stoff meines Kleides war es so intensiv. Ich wollte mehr. Genussvoll bog ich meinen Rücken noch mehr durch um diesen schönen Druck zu erhöhen. Seine Hände schoben die dünnen Träger meines Kleides über meine Schultern und fuhren mit den Daumen über meine nackten festen Knospen. Er ließ seinen Daumen seine Lippen folgen und umschloss mit seinem Mund genießerisch meine Knospe. Ich stöhnte „Edward..“ und eine Welle der Lust überrollte mich, während er weiter meine Brüste verwöhnte.

Stöhnend zog Edward meinen Kopf auf seine Höhe und wieder fanden sich unsere Lippen. Unsere Küsse wurden immer wilder und meine Hände fingen an, sein Hemd aufzuknöpfen. Ich wollte unbedingt seine nackte Haut fühlen und schmecken.
Seine Brust schimmerte im Mondlicht, oh war er schön. Ich fuhr genießerisch mit meinen Händen und Lippen seine Muskeln nach und er schien es sehr zu genießen; ich spürte sehr genau seine wachsende Erregung unter mir. Er zog scharf die Luft ein und fing leise an zu fluchen, als ich langsam mit meinen Händen immer tiefer wanderte und seine Hose öffnete.

Mit einem plötzlichen Ruck zog Edward mir mein Kleid über den Po und wanderte mit seinen Fingern unter den Rand meines schwarzen Spitzenhöschens. Heiß schoss es mir in den Schoß und ich streckte mich lustvoll seinen Fingern entgegen. Er tauchte mit seinen Fingern tief in meine nasse Hitze und fing an mich dort zu verwöhnen. Ich erzitterte vor Lust und rieb mich stöhnend an ihm.
Aber ich wollte ihn ganz und so fing ich an, an seiner Hose zu zerren. „Edward, bitte!“

Er kam sehr bereitwillig meiner Bitte nach und zog uns so schnell, wie es im Sitzen ging, aus. Dann schauten wir uns tief in die Augen und während Edward meinen Blick mit seinen Augen gefangen hielt, setzte ich mich auf ihn und er drang langsam und tief in mich ein. Ich stöhnte laut auf. Das war das schönste Gefühl, was ich bis jetzt erlebt hatte. Er füllte mich ganz aus und es fühlte sich so schön an.

Langsam begann ich mich auf seinem Schoß zu bewegen. Edward hielt mich an meinen Hüften fest und gab mir Halt. Wir wurden langsam immer schneller und fanden unseren Rhythmus. Mein Herz schlug wie eine wilde Trommel gegen meine Brust. Edward ließ meine Hüften los um wieder meine Brüste zu massieren und ich streckte meinen Rücken stöhnend durch.

Er zog mich wieder zurück, um mich zu küssen. Ich schaute ihm tief in die Augen, als sie sich plötzlich verdunkelten. Sein ganzes Gesicht verzerrte sich zu einer hässlichen Fratze. Er grinste mich spöttisch an. Eine furchtbare Angst stieg in mir auf. Entsetzt wollte ich mich von ihm lösen, aber bevor ich überhaupt reagieren konnte, schlug er seine spitzen Reißzähne in meinen Hals. Heftiger Schmerz wallte in mir auf.

Ich schrie und schrie...

„Bella – Bella! Wach auf, was ist denn los?!“

Zu Tode erschrocken schreckte ich hoch. „Was, was?“ Ich musste mich erst mal umsehen, wo ich überhaupt war. Desorientiert flitzte mein Blick durchs Zimmer und fixierte letztendlich Rose; sie stand mit großen Augen vor mir. Mein Herz schlug wie wild.

„Bella Liebes, alles in Ordnung mit dir? Ich dachte, du würdest schlecht träumen. Du hast gestöhnt und dich so unruhig hin und her geworfen und dann... Hattest du wieder Albträume?“ Langsam setzte Rose sich zu mir auf die Bettkante.

Oh mein Gott, jetzt erinnerte ich mich an meinen sehr lebhaften Traum. Er war so real und schön, bis auf das schreckliche Ende. Wie sollte ich das denn Rose erklären? Ich stand immer noch ein bisschen unter Schock von dem, was ich da gerade geträumt hatte.
Jetzt erst bemerkte ich, dass ich schweißgebadet war.

Langsam fasste ich mich und kam zu dem Entschluss, ihr den Traum vorerst nicht zu erzählen. Vor allem das Ende … das war doch nicht normal, was träumte ich denn da?
„Rose, du brauchst dir keine Sorgen zu machen. Ich hatte definitiv keinen Albtraum. Es ist eher so...“ Oh Gott. „...dass ich von Edward geträumt habe...“ Unsicher abwartend sah ich sie an. Würde sie die richtigen Schlüsse ziehen?

Sie antwortete mir nicht gleich sondern überlegte, was ich da gerade gesagt hatte. Ich konnte ihre Gedanken förmlich auf ihrer Stirn lesen, als sie die Erkenntnis traf und sich langsam ein verschlagenes Lächeln auf ihrem Gesicht breit machte.
„Ach du Schreck! Bella Liebes - entschuldige bitte. Ich habe das total falsch verstanden, ich dachte, du hättest wieder einen deiner Albträume. Oje und ich habe dich auch noch geweckt...Das muss ja ein sehr heißer Traum gewesen sein...“

Verlegen lächelte ich zurück.
„Wem sagst du das, ich werde jetzt erst einmal in die Küche gehen und ein Glas Wasser zur Abkühlung trinken“, mit diesen Worten ging ich hinaus in die Küche. War ich froh, dass sie meine zitternden Hände nicht bemerkte.

„Gut, ich gehe dann mal wieder in mein Bett. Noch schöne Träume Bella“, zwinkerte Rose frech und schon war sie in ihrem Zimmer verschwunden.

Als sie weg war, fiel die Anspannung von mir ab. Gut, dass Rose nicht noch mehr wissen wollte oder Alice aufgewacht war. Alice! Würde Rose es ihr erzählen? Ich betete, dass sie Erbarmen mit mir hatte. Natürlich, Alice war sehr lieb, aber sie konnte manchmal auch sehr nerven und kannte keine Scham.

Dann musste ich wieder an das unschöne Ende meines Traumes denken.
Zitternd ließ ich mich auf einen Stuhl sinken und trank nach dem ersten noch ein zweites Glas Wasser. Was hatte ich da nur geträumt? Erst war es so schön und dann...? Total durcheinander ging ich dann wieder ins Bett.
Obwohl ich Bedenken hatte, ob ich wieder würde einschlafen können, dämmerte ich doch schnell weg und der Rest der Nacht verging traumlos.

1 Kommentar:

  1. Oh,... mein Gott!
    Das war ja ein heißer Traum. Da ahnt man nichts Böses und denkt: Sie schreibt von Friede, Freude, Eierkuchen, und dann so was.
    Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole, das mit der WG ist ne tolle Idee.
    CB

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