
Mit weit aufgerissenen und angsterfüllten Augen starrte ich Victoria an. Ich saß in der Falle, hier kam ich nicht so schnell weg, denn mein erster Gedanke war die Flucht. Ich musste stark gegen meine aufkommende Panik ankämpfen.
Meine Gedanken rasten wie wild durcheinander. Wie hatte sie mich gefunden? Was wollte sie von mir? Hatte sie nicht schon alles von mir bekommen, was sie wollte? Meine Erinnerungen jagten schmerzhaft durch meinen Kopf und ließen mich zusammenzucken.
Ich bemerkte kaum, dass Edward mich wieder zu sich heranzog und sich schützend vor mich schob. „Bella?“, fragte er mich leise...dann wandte er sich Victoria zu.
„Entschuldigen Sie bitte, aber wer sind Sie und was wollen Sie von Isabella Swan?“
Edward versuchte sehr höflich zu sprechen, was ihm aber nicht ganz gelang.
„Wen hast du dir denn da geangelt? Ihr seht ja aus wie das doppelte Lottchen“, lachte sie. „Das geht dich nichts an, mein Süßer. Aber Isabella, du brauchst dich gar nicht hinter deinem neuen Lover zu verstecken. Du entkommst mir nicht!“ Drohend baute sie sich vor uns auf. „Du kleines Biest, was hast du mit Jacob gemacht? Wo ist er?“, zischte sie.
Was? Wie durch einen Nebel nahm ich ihre Frage auf, aber verstand sie nicht.
Hatte sie mich gerade wirklich nach Jacob gefragt? Sie sollte doch am Besten wissen, wo sich IHR Jacob aufhielt...
Kurz flackerte in meinen Erinnerungen die Zeit auf, als es noch MEIN Jacob war...Es war so schön, wenn er mich sah, fing er immer an, mit der Sonne um die Wette zu strahlen und mich zur Begrüßung durch die Luft zu wirbeln, als wöge ich nichts. Seine warmen Arme, die mich liebevoll umfingen...wir waren so glücklich und hatten Zukunftspläne!
Aber das alles zählte nicht mehr, als SIE kam...und Jacob war von ihrer Schönheit geblendet! Für mich begann die Hölle. Plötzlich lebte ich in einer Welt von Lügen...
Schnell verdrängte ich diese Gedanken... zu schmerzhaft...
Ich versuchte mich von Edward zu lösen. Er schaute mir fragend in die Augen, ich sah seine Verwirrung, aber ich konnte ihm jetzt noch nichts erklären.
Also schüttelte ich leicht den Kopf und hoffte nur darauf, dass er mir etwas Zeit ließ.
Zögernd löste er seine Umarmung, gab mich aber nicht ganz frei, sondern ließ seine Hand fest auf meiner Hüfte liegen. Das gab mir die Kraft, ihr zu antworten. Meinen ganzen Mut zusammen nehmend schaute ich Victoria in die Augen.
„Hallo Victoria, solltest DU nicht genauestens darüber Bescheid wissen, wo sich dein Ehemann Jacob aufhält?“ Innerlich zitternd wartete ich jetzt auf ihre Reaktion.
Das hatte gesessen. Ihre stahlblauen Augen fingen an, Funken zu sprühen. Ihr sonst sehr schönes Gesicht verzog sich zu einer hässlichen Fratze. Sie stützte ihre Arme auf Edwards und meinem Esstisch ab und beugte sich dicht zu mir. „Komm du mir nicht so! Erzähl mir nicht, du wüsstest nicht, wo Jacob ist!“
Obwohl sie mich schrecklich einschüchterte und ich wirklich Angst vor ihr hatte, gelang es mir mit letzter Kraft, nicht vor ihr zurückzuzucken, sondern sogar aufzustehen und sie somit zurückzudrängen.
Ich war so froh, Edward an meiner Seite zu spüren. Er gab mir den nötigen Halt.
„Nein, Victoria. Ich weiß leider nicht, wo er ist. Ich habe ihn seit 4 Jahren, nachdem er schwanzwedelnd zu dir gekrochen ist, nicht mehr gesehen. Und selbst wenn...ich würde dir es nicht sagen! Und jetzt bitte ich dich zu gehen.“
Scharf blickte ich sie an.
Sie wollte gerade zum Gegenschlag ansetzen, als zu meiner größten Erleichterung der Restaurantchef Alfonso mit zwei Kellern auf sie zutrat und sie zum Gehen aufforderte. Das passte ihr natürlich nicht. Sie riss sich von einem der Kellner wieder los, warf ihre feuerrote lockige Mähne zurück und sah mich hasserfüllt an.
Kaum war sie aus meinem Sichtfeld verschwunden, als ich auch schon zusammenbrach. Schluchzend drehte ich mich zu Edward um und war sehr froh, als dieser mich wortlos in die Arme nahm. Ich wunderte mich auch nicht über sein spontanes Vertrauen, sondern war einfach nur froh, dass er für mich da war. Er hielt mich ganz fest und ich drückte mein Gesicht fest an seine Brust. Zärtlich strich mir Edward über den Rücken. Ich versuchte seinen Duft tief einzusaugen, mich nur noch auf ihn zu konzentrieren und mich in ihm zu verlieren.
Ich träumte und fühlte mich einfach wunderbar. Ein Gefühl der Geborgenheit umhüllte mich. Ich kuschelte mich noch stärker an meinen herrlichen Wärmequell und atmete tief seinen Duft ein. Oh ja ich träumte...
Mein Kopf lag auf Edwards Brust und mein rechtes Bein hatte ich um seine Hüfte geschlungen. Er hielt mich fest in seinen Armen und ich fühlte mich einfach gut....obwohl irgendwo in meinem Kopf eine leise Stimme des Zweifelns da war. Aber ich verdrängte sofort dieses Gefühl und genoss einfach seine Nähe. Ich wollte mich der Realität nicht stellen, mein Traum war so viel schöner.
An seinem gleichmäßigen Atem merkte ich, dass Edward wohl schlief. Ein kleines Lächeln schlich sich auf meine Lippen. Vorsichtig, um ihn nicht zu wecken, hob ich den Kopf und öffnete meine Augen.
Ich ließ meinen Blick über sein schönes ebenmäßiges Gesicht wandern. Vor allem im Schlaf sah er so herrlich aus, seine Gesichtszüge waren sehr entspannt und friedlich. Auf seiner Wange zeichnete sich ein ganz kleiner Bartflaum ab.
Ich konnte nicht anders und hob langsam meine freie Hand an sein Gesicht und fuhr ganz zart mit meiner Fingerspitze seine stoppelige Wange entlang bis zu seinen sinnlichen Lippen. Unter meinem leichten Druck öffneten sie sich ein wenig und ich keuchte leise, starkes Verlangen durchströmte mich. Ich musste diese Lippen einfach küssen und schon drückte ich meinen Mund heiß auf seinen.
Edward reagierte erst zögerlich und dann immer freudiger auf meinen Kuss, als er langsam erwachte. Unter einem leichten Stöhnen schlug er seine Augen auf uns sah mich voller Leidenschaft an. Sofort drückte er mich in die weichen Kissen und legte sich halb auf mich. Sein Hände fuhren genießerisch an meinem Körper entlang, streichelten mich mal zart und dann wieder fordernd, während wir uns immer noch küssten. Auch meine Hände waren nicht untätig, sie wanderten über seinen nackten herrlichen Oberkörper … ich wollte so viel von ihm spüren, wie es mir möglich war...
Dies war alles so real, viel intensiver als mein letzter Traum mit Edward. Er fühlte sich unter meinen Händen so vollkommen echt an und seine Hände auf meinem Körper... so schön!
Träumte ich, oder......Moment.....konnte das sein?
NEIN!
Ich erstarrte. Leichte Panik überfiel mich und ich drückte ihn von mir weg, um mich aufzurichten. Edward bemerkte mein Verhalten und sah mich erst verwirrt an, aber dann wurde er sich seines Handelns bewusst und ließ mich sofort los.
„Bella Liebes, entschuldige bitte...ich wollte deine Situation nicht ausnutzen.“
Leicht verzweifelt setzte er sich auf, fuhr sich mit beiden Händen durch sein wunderschönes Haar und schaute mich dann entschuldigend an.
„Was...?“ Erst jetzt schaute ich mich um und bemerkte, dass ich nicht in meinem Bett lag, sondern in einem wunderschönem großen Himmelbett. Ich befand mich in einem Schlafzimmer, ganz in warmen Tönen eingerichtet, aber mit klaren Strukturen und großen bodentiefen Fenstern. Leider war es noch dunkel und ich konnte nur vereinzelnd Lichter erkennen.
Oh Gott...wo war ich denn? Wie war ich hierher gekommen und.....erst jetzt bemerkte ich, dass ich nur noch meine rosafarbene knappe Unterwäsche anhatte und auch Edward war nur mit Boxershorts bekleidet.
Schnell zog ich mir die Bettdecke bis unter das Kinn. Total verwirrt schaute ich ihn fragend an, bis er antwortete, wenn auch etwas widerstrebend, ich konnte hören, dass es ihm unangenehm war, was gerade passiert war.
„Du bist bei mir zu Hause. Gestern Abend warst du nach diesem unschönen Zusammentreffen mit dieser Frau ...Victoria, so durcheinander, da wollte und konnte ich dich nicht alleine lassen und habe dich hierher zu mir gebracht, Bella.“
Krampfhaft versuchte ich mich an das Abendessen zu erinnern und wie es geendet hatte und … scharf traf mich der Schmerz, als ich an die Begegnung mit Victoria dachte...Jacob! Jetzt hatte ich 4 Jahre versucht, nicht mehr an ihn zu denken und hatte es fast geschafft, über ihn hinwegzukommen. Mich plagten kaum noch Albträume und dann hatte ich Edward kennen gelernt...mit ihm war es so anders.....Edward!
Schlagartig wurde ich mir bewusst, was er alles mitbekommen hatte.
Er wollte jetzt bestimmt von mir wissen, was das alles zu bedeuten hatte. Ich suchte seinen Blick und sah ihm seine Fragen an....aber vorher hatte ich auch noch eine.
„Warum hast du mich nicht nach Hause gebracht? Alice und Rose machen sich sicher schon schreckliche Sorgen!“
Suchend sah ich mich um, ob ich irgendwo meine Handtasche mit meinem Handy finden konnte. Sie musste hier doch liegen und auch meine Klamotten.
Edward legte mir beruhigend die Hände auf die Schultern und zwang mich so, in meiner hektischen Suche innezuhalten und ihn anzusehen. „Bella, bitte mach dir keine Sorgen. Ich habe noch gestern Abend deine Freundinnen angerufen und ihnen die Situation erklärt. Diese Alice war zwar ziemlich hartnäckig und wollte ganz genau wissen, was ich jetzt mit dir machen würde“, ein spitzbübisches Schmunzeln stahl sich auf seine Lippen, “aber ich konnte sie dann doch noch beruhigen. Du hast wirklich tolle Freundinnen.“
Oh ja, jetzt musste ich auch lächeln, wenn ich mir Alice mit Edward am Telefon vorstellte. Er konnte von Glück sagen, dass Alice wusste, wie gerne ich ihn hatte. Jedem anderen hätte sie die Hölle heiß gemacht, mich einfach so mitzunehmen. Apropos mitnehmen...
Etwas ernster meinte ich: „Ich kann mich trotzdem nicht mehr daran erinnern, wie du mich hier hergebracht hast...und Edward, warum habe ich denn jetzt kaum noch was an?“
Ich war sehr gespannt, wie er mir das jetzt erklären würde.
Etwas verlegen erwiderte er: „Nachdem diese schreckliche Victoria weg war, ging es dir nicht gut...du hast fürchterlich geweint und dich ganz fest an mich gedrückt. Ich habe dich getröstet und als du ruhiger wurdest bist du so schnell eingeschlafen....ich hatte Mühe, deine Hände von mir zu lösen und du hast meinen Namen gemurmelt. Da konnte ich dich einfach nicht zu dir nach Hause bringen...ich wollte dich weiter festhalten und dich wärmen...da habe ich dich mit zu mir genommen.“ Wieder etwas frecher meinte er dann noch: „Ja und deine Kleidung, ich dachte mir, es wäre so... bequemer für dich.“ Grinsend beobachtete er mich jetzt.
„Ach so, dann ist ja alles bestens....du Schuft du, das war also ganz uneigennützig, was?“, und schon hatte ich ihm mein Kopfkissen an den Kopf geworfen. Sein Lachen war wirklich sehr ansteckend und er hatte es geschafft, mich kurz abzulenken. Sein Gesichtsausdruck war einfach zu köstlich, damit hatte er jetzt nicht gerechnet.
Aber ich musste auch wieder an Victoria und Jacob denken.
Es wurde Zeit, Edward doch etwas mehr über meine schmerzliche Vergangenheit in Forks zu erzählen. Er hatte mich bis jetzt noch nicht mit Fragen bedrängt und ich war sehr froh darüber. Aber er war für mich da und hatte mich nicht einfach total verstört bei meinen Freundinnen abgeliefert.
Nein, er hatte mich mitgenommen, um für mich da zu sein. Mein Herz wurde bei diesem Gedanken ganz warm und ich fasste den Mut, von mir aus ihm Einiges zu sagen.
Edward hatte an meinem Mienenspiel gesehen, das ich nicht mehr spaßen wollte und so ließ er das Kissen, welches er schon hochgehoben hatte, wieder fallen und wartete darauf, was ich ihm zu sagen hatte.
„Edward, ich glaube, ich bin dir einige Erklärungen schuldig.“ Nervös fing ich an, die Bettdecke in meinen Händen zu kneten und überlegte, wie und wo ich am besten anfangen sollte.
„Bella, bitte! Natürlich bin ich neugierig, was dieser Auftritt von dieser Victoria zu bedeuten hat, aber ich kann auch warten, bis du dazu bereit bist, es mir zu erzählen.“ Mit diesen Worten legte er mir seine Hände über meine und unterbrach deren nervöses Spiel.
Diese Geste trieb mir fast die Tränen in die Augen und ich musste hastig blinzeln, da sich doch zwei Tränen aus meinen Augen stahlen. Voller Zuneigung und Hoffnung sah ich in seine saphirgrünen Augen und verlor mich fast in deren Tiefe, da Edward mich so intensiv anschaute.
„Doch bitte, ich möchte es dir aber erzählen. Es ist nur fair.“
Ich schluckte hart, unterbrach diesen Blickkontakt, um mich besser konzentrieren zu können. Mir war leicht schwindelig und so schüttelte ich meinen Kopf, um ihn wieder klar zu bekommen.
„Ich habe dir ja schon erzählt, dass ich in Forks aufgewachsen bin. Was ich dir aber noch nicht erzählt habe ist, dass ich einen Jugendfreund hatte. Er hieß Jacob und wir spielten schon im Sandkasten zusammen. Wir haben schon immer zusammengehört und so war es nicht sehr verwunderlich, dass wir später ein Paar wurden.“
Wehmütig hielt ich inne, da mir schöne Erinnerungen in den Sinn kamen. Ach Jacob...es war so schön mit dir...
„Wir hatten große Pläne...wollten zusammen studieren und später eine Familie gründen.“ Bei diesen Worten musste ich wieder schlucken und neuen Mut fassen. Jetzt kam der schmerzhaftere Teil und wenn ich nur an SIE dachte... schon fing ich an zu zittern.
Edward drückte nochmal aufmunternd meine Hände und ich bemerkte erst jetzt, dass er sie die ganze Zeit festgehalten hatte. Ich war sehr erleichtert, dass er sich nicht zurückgezogen hatte. Ich brauchte seine Nähe und bemerkte erstaunt, wie sehr; ich hörte auf zu zittern und konnte weitersprechen.
„Dann kam Victoria in die Stadt. Sie war 2 Jahre älter als ich und auch viel reifer. Sie mochte mich von Anfang an nicht, ich wusste zwar nicht wieso, aber sie war auch sehr unfreundlich zu mir...“
Genaueres konnte ich ihm einfach noch nicht erzählen. Erschauernd ob dieser Erinnerungen sprach ich weiter.
„Jacob gefiel das auch nicht, aber leider änderte sich das langsam. Ich bemerkte es erst sehr spät, da ich ihm vertraute und es wohl nicht wahr haben wollte. Erst als ich alles begriff, war es schon zu spät. Jacob war in Victorias Netz gefangen und verließ mich wegen ihr.“
Tief atmete ich ein, um neue Kraft zu schöpfen.
„Für mich brach damals meine heile Welt zusammen. Ich konnte es nicht verstehen. Was war aus meinem Jacob geworden...?
Als dann ein paar Monate danach die Einladung zu ihrer Hochzeit kam, da wurde es mir zu viel. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion bin ich zu meinen beiden besten Freundinnen nach New York gezogen. Sehr zu deren Freude, denn sie hatten mich schon mehrmals versucht zu überreden, zu ihnen zu ziehen.“
Wenn ich so an Alice und Rose dachte, war ich so froh sie zu haben....was hätte ich nur in der Zeit direkt danach ohne sie gemacht....
Ich war so in meinen Gedanken versunken, dass ich nicht auf Edward achtete.
Er hatte nun doch meine Hände losgelassen, war aufgestanden und fing an, energisch im Zimmer auf und ab zu laufen. Ich starrte auf meine Hände, die mir plötzlich so kalt vorkamen...
Ich wunderte mich etwas über Edward, würde er mich jetzt doch nach Hause schicken, nachdem er die Wahrheit kannte? Was dachte er nur über mich..? Ich war total verunsichert.
Mit gesenktem Blick beobachtete ich ihn, denn auf der anderen Seite war ich total von ihm fasziniert. Er gab schon ein schönes Bild ab, wie er so halb bekleidet energisch herumlief. Er strömte eine starke Männlichkeit aus und mein Blut geriet in Wallung....eigentlich total unpassend....
Da drehte er sich in meine Richtung und ich erschrak. Er sah so grimmig aus, richtig wütend. Ich zuckte vor ihm zurück und schaute ihn mit großen ängstlichen Augen an. War er jetzt böse auf mich? Ich verstand das nicht.
„Edward, was...“ krächzte ich.
Da blieb er abrupt stehen und sah mich erschrocken an. Er eilte auf mich zu und kniete sich vor mich hin.
„Schsch Bella Liebes, es ist alles in Ordnung“, versuchte er mich zu beruhigen.
„Ich bin nur so wütend auf Victoria, was sie dir alles angetan hat. Hätte ich das vorher gewusst, hätte sie schon von mir was zu hören bekommen.“ Wütend ballte er seine Hände zu Fäusten.
Jetzt legte ich meine Hände über seine Fäuste, ich war so erleichtert, dass er nicht auf mich, sondern auf Victoria wütend war. Irgendwie fand ich sogar seine Reaktion ganz süß.
Langsam fing ich an, an meinem Verstand zu zweifeln. Aber gerade jetzt fühlte ich mich so stark zu ihm hingezogen, das war so paradox...
Ich lehnte mich mehr zu ihm hin und wie von selbst schlang Edward seine Arme um meine Taille und legte seinen Kopf auf meine Brust. Ich nahm ihn in den Arm und legte meinen Kopf auf seinen. So saßen wir still einen Moment, bis Edward wieder das Wort ergriff.
„Und weißt du, was total verrückt ist, Bella?“
Er hob seinen Kopf an, um mir mit seinen wunderschönen Augen in meine zu blicken. „Ich bin ihr so unendlich dankbar!“
Total verwirrt versuchte ich den Sinn seiner Worte zu erfassen, aber es gelang mir nicht. Ich wollte mich schon von ihm lösen, aber er ließ mich nicht los, sondern sprach schnell weiter.
„Ich bin ihr so unendlich dankbar, Bella, weil ich so die Chance bekomme, dich kennen zu lernen. Ohne Victoria würde ich dich nicht gerade umarmen und...“
Er stand mit mir in den Armen auf und schob uns zusammen auf sein weiches Bett. Dann nahm er zärtlich mein Gesicht in seine Hände und gab mir wohl den süßesten Kuss, den ich bis jetzt in meinem Leben bekommen hatte.


Jetzt ist Jacob der Böse - na wie finde ich denn das?
AntwortenLöschenEgal, jedenfalls wieder super geschrieben. Kompliment! Schmachte mich durch die Kapitel.
Und genieße echt gute Unterhaltung.
Danke dafür
CB