
Ich zog mich schnell an, so gut es eben ging. Kopfschüttelnd hielt ich den kläglichen Rest meiner ehemals besten Bluse in der Hand. Tja... da war wohl nichts mehr zu machen. Nicht ein einziger Knopf war noch dran. Da hatte Edward aber ganze Arbeit geleistet. Notdürftig zog ich sie an, stopfte sie mir in meinen Rock und zupfte sie vorne etwas zusammen.
So... besser ging es nicht.
Als ich ins Wohnzimmer kam und Ihn sah, wie er barfuß in tiefsitzender Anzugshose und ebenfalls offenem Hemd nachdenklich vor der Terrassentür stand, bekam ich weiche Knie. Mein Puls fing an zu rasen und eine Hitzewelle rauschte durch meinen Körper. Mein Edward...
Er hatte mich wohl gehört, denn er drehte sich zu mir um und ein Leuchten trat in seine Augen, als er mich von oben bis unten anschaute. Automatisch fing ich an zu lachen und lief auf ihn zu, direkt in seine offenen, einladenden Arme. Als unsere Lippen sich trafen, seufzte ich erleichtert auf und schmiegte mich an ihn.
Plötzlich wurde ich hochgehoben und landete mit ihm gemeinsam auf dem Sofa. Erschrocken keuchte ich auf, um dann in sein verschmitztes Grinsen zu schauen.
Spielerisch versetzte ich ihm einen kleinen Rippenstoß, den er geschickt abfing.
Aber schon wurde ich ernst. „Edward, ich kann mir denken, dass du viele Fragen auf dem Herzen hast. Und ich werde versuchen, sie dir alle zu beantworten. Aber ich möchte dir zuerst was sehr Wichtiges sagen und ich - ich habe schon etwas Angst davor.“ Forschend schaute ich ihn von unten durch meine dichten Wimpern an und studierte sein Gesicht.
Sofort nahm er meinen Kopf in seine Hände und erwiderte gefasst meinen Blick. „Du kannst mir alles sagen. Vor mir brauchst du niemals Angst haben. Bella bitte, ich hoffe, ich war eben nicht zu grob zu dir? Ich wollte dir niemals weh tun, ich-“
„Nein Edward, so meinte ich das nicht“, fiel ich ihm gleich ins Wort und legte beschwichtigend meine Hände über seine. „Das eben in deiner Küche, das war... echt einfach nur toll. Der beste Sex, den ich je hatte... wirklich! Ich wollte dir sagen... ich weiß, das geht jetzt alles ziemlich schnell und ist auch so gar nicht meine Art, aber ich...“
Zitternd schloss ich für einen Moment meine Augen. Atmete tief durch und sog dabei seinen berauschenden Duft ein. Tief drang er mir durch jede Pore und löste in mir eine Ruhe aus und das Gefühl, endlich zu Hause zu sein. Dies gab mir den nötigen Mut, den ich gerade dringend brauchte.
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