Ich sollte mich jetzt wirklich zusammenreißen. Gestern schon konnte ich keinen klaren Gedanken fassen und nun starrte ich zum wiederholten Mal auf die Kalkulationen für das Angebot an 'Wooody ART’s’, ohne diese überhaupt wahrzunehmen. Meine Gedanken schweiften immer wieder zu Bella - meiner Bella...
Als ich an den Abschied heute Morgen in meinem Auto dachte, konnte ich mir ein Grinsen nicht mehr verkneifen. Dieses glückselige Lächeln auf meinem Gesicht würde man mir wahrscheinlich operativ entfernen müssen. Zum Glück war Emmett heute noch nicht aufgetaucht, sonst würde ich wohl mit seinen anzüglichen Kommentaren leben müssen.
Ich konnte es kaum erwarten, Bella wieder in meinen Armen zu halten. Mein Blick glitt zur Uhr und ich fuhr mir seufzend durch meine Haare - noch 6 Stunden, dann würde ich sie endlich wiedersehen. Wenn es nach mir ginge, würden wir sofort dort weitermachen, wo wir gestern Nacht aufgehört hatten. Meine Hand wanderte in meine rechte Hosentasche und tastete dort nach den drei kleinen Blusenknöpfen, die ich heute Morgen auf dem Küchenfußboden gefunden hatte.
Obwohl wir geplant hatten, uns auszusprechen, waren wir nicht mehr zum Reden gekommen. Nachdem sie mir ihre Liebe gestanden hatte, stand ich einfach mit ihr auf und trug sie hoch in mein Schlafzimmer. Dort erlebte ich dann mit ihr die schönste Nacht meines Lebens. So wie mit ihr ... so war es noch nie für mich gewesen. Nicht nur unsere Körper hatten sich vereinigt, nein, ich hatte das Gefühl, unsere Selen würden verschmelzen.
Dieser Augenblick, wenn ich sie in meinen Armen hielt, ihren Duft in der Nase, ihren Geschmack auf den Lippen und mich in den Tiefen ihrer schokoladenfarbenen Augen verlor … dann wusste ich, dass ich wirklich lebte … so vollkommen … eins mit ihr. Ihren Körper fest an mich gepresst, ihre langen schlanken Beine um mich geschlungen, ihre perfekten Brüste...
Ein Klopfen an der Tür riss mich aus meinen erotischen Erinnerungen.
Verflucht!
Schnell setzte ich mich korrekt an meinen Schreibtisch. „Ja bitte?“, rief ich leicht ärgerlich.
Doch als ich sah, wer da mein Büro betrat, fing mein Herz vor Freude wild an zu pochen. Ich konnte mein Glück kaum fassen.
„Bella.“
Schnell stand ich auf, um sie in meine Arme zu ziehen, doch sie streckte mir abwehrend ihre Hände entgegen. Verwundert blieb ich stehen, sie wirkte ernst, besorgt. Nervös kaute sie auf ihrer Unterlippe und wich meinem Blick aus. Was...?
Meine gute Laune verschwand schneller, als Emmett einen Burger verdrücken konnte.
Was hatte das zu bedeuten? Ihr so nah zu sein und doch gleichzeitig zu spüren, wie weit sie innerlich von mir entfernt war, brachte mich beinahe um den Verstand. Was war passiert?
Hatte etwa Jacob oder noch schlimmer Victoria sie wieder bedrängt? Ich spürte eine Wut in mir hochkochen... Ich würde diesen Bastard und seine Frau in die Hölle jagen, wenn sie meine Bella nicht in Ruhe ließen…
Oder - noch schlimmer! Mir lief es eiskalt den Rücken runter... War sie am Ende gar nicht mehr meine Bella? Hatte ich sie gestern mit meinem „Überfall“ in der Küche vielleicht doch zu sehr bedrängt? Hatte sie es sich in der kurzen Zeit, in der wir getrennt gewesen waren, anders überlegt…?
„Edward, wir müssen reden“, sagte sie mit leiser, zittriger Stimme.
Verflucht!
Auch wenn ich nicht viel Erfahrung mit Beziehungen hatte, wusste ich doch, dass dieser spezielle Satz noch nie etwas Gutes zu bedeuten hatte.
Mit sehr gemischten Gefühlen deutete ich auf einen der Stühle, die vor meinem Schreibtisch standen, dann setzte ich mich widerstrebend dahinter. Es war besser, etwas Distanz zwischen uns zu bringen, sonst würde ich mich kaum abhalten können, sie doch noch in meine Arme zu ziehen und ihr die Erinnerungen an die letzte Nacht ins Gedächtnis zu rufen.
Bella nahm auf der vorderen Kante des Stuhls Platz. Ihr Rücken war steif durchgedrückt, ihre Hände umklammerten die Aktentasche und hielten sie wie einen Schutzschild vor ihren Oberkörper. Kurz blitzte die Erinnerung auf, wie sie so auf meinem Sofa saß und mein Kissen an ihre Brust presste. Mein Beschützerinstinkt erwachte und ich zwang mich zur innerlichen Ruhe und löste meine verkrampften Fäuste.
Wovor hatte sie Angst? Was machte sie so nervös? Ich war wild entschlossen, Antworten auf meine Fragen zu bekommen...
Nach einigen Augenblicken atmete sie tief durch, nahm eine Mappe aus der Tasche und schob sie über den Schreibtisch in meine Richtung. Ohne die Unterlagen zu nehmen, oder sie auch nur eines Blickes zu würdigen, hielt ich meine Augen weiterhin auf Bella gerichtet, die mir inzwischen mehr bedeutete als mein eigenes Leben.
„Ich möchte mich offiziell um die Stelle als Leiterin des Finanzwesens bei dir bewerben.“ Jetzt schaute sie mir das erste Mal richtig in die Augen.
Ich war im ersten Moment sprachlos. Womit auch immer ich gerechnet hatte, damit garantiert nicht. Ich konnte sie nur völlig verblüfft und verwundert anstarren.
Dann erinnerte ich mich daran, wie Bella versucht hatte, mir etwas über Tanya zu erzählen. Aber ich hatte dieses Thema achtlos beiseite geschoben, da ich mit ihr in diesem schönen Moment nicht über die Arbeit reden wollte.
„Hat es damit zu tun, was du mir gestern erzählen wolltest?“
Ihre Hände umklammerten die Tasche jetzt so fest, dass ihre Knöchel weiß hervortraten. „Ja. Ich … ich wollte dir gestern schon alles erzählen, aber...“ Sie brach ab, wich meinem fragenden Blick aus und senkte den Kopf.
„Weiß Tanya, dass du dich bei mir um eine Stelle bewirbst?“, hakte ich nach.
„Nicht direkt ... aber ich vermute, dass sie etwas ahnt. Ich habe heute Morgen gekündigt, bevor ich zu dir gekommen bin.“
Ich runzelte nachdenklich die Stirn und lehnte mich in meinem Stuhl zurück.
Das kam jetzt sehr überraschend. Aber als ich es hörte, wurde mir schlagartig klar, dass ich mir im Grunde genau das gewünscht hatte. In Zukunft wollte ich alles mit ihr teilen. Sowohl beruflich als auch privat. Und selbst wenn Bella nicht die Frau meiner Träume gewesen wäre, würde ich ihr diese Stelle anbieten, nachdem ich erlebt hatte, wie sie arbeitete und welch unglaubliches Gespür sie für Zahlen und fürs Geschäft hatte.
„Ich nehme deine Bewerbung an“, sagte ich etwas steif, da sie mir immer noch sehr angespannt gegenüber saß. Es war mehr als offensichtlich, dass sie noch etwas anderes auf dem Herzen hatte. Plötzlich kam mir ein Gedanke.
„Hat das was mit dem Abkommen zwischen Tanya und mir zu tun? Ändert sich durch deinen neuen Job etwas an unserem Geschäft?“
„Irgendwie schon … ich …“, stotterte sie. „Nicht direkt durch meine Bewerbung, aber durch das, was ich dir noch zu sagen habe.“
Mir waren gleich am ersten Tag die Spannungen zwischen Tanya und Bella aufgefallen, die ich mir nicht hatte erklären können.
Vielleicht würde ich nun die Lösung dieses Rätsels erfahren.
„Bella…“, begann ich, doch sie schüttelte abwehrend den Kopf.
„Nein. Lass mich bitte ausreden, ohne mich zu unterbrechen.“ Ihre Miene war jetzt noch ernster und besorgter, wenn das überhaupt noch möglich war. „Sonst bringe ich nie heraus, was ich dir sagen muss. Bitte - vertrau mir … es ist so schon schwer genug für mich.“ Sie holte mehrmals tief Luft, als müsste sie sich für das wappnen, was sie mir nun zu sagen hatte.
Mein Magen verknotete sich. Jede Sekunde, die verstrich, war die pure Folter für mich. Am liebsten würde ich aufspringen und Bella schütteln, damit sie endlich mit der Sprache herausrückte. Ich hielt die Ungewissheit keine Sekunde länger aus. Doch ich kannte sie mittlerweile gut genug um zu wissen, dass ich damit das genaue Gegenteil erreichen würde.
„Es begann alles vor einem Jahr, als ich durch Zufall auf brisante Mails in Tanyas Rechner gestoßen bin.“ Ihre Stimme war so leise, dass ich mich etwas über den Schreibtisch beugte, um sie besser verstehen zu können. „Ich wollte mit ihren dubiosen Machenschaften nichts zu tun haben, deshalb plante ich seitdem meine Kündigung. Doch das war nicht so einfach, denn Tanya hat damals meine Naivität ausgenutzt und ich habe einen Vertrag unterschrieben, der es mir beinahe unmöglich machte zu kündigen.“
Ich hätte sie gern unterbrochen, um einige Zwischenfragen zu stellen, doch die mussten bis später warten. Ihre Nervosität hatte sich noch nicht gelegt und jetzt wollte ich die ganze Geschichte hören, auch wenn ich mir dafür auf die Zunge beißen musste, um sie nicht zu unterbrechen.
Bella erklärte mir einen perfiden Plan, von dem ich ohne Finanzexperten nur die Eckdaten begriff. Es ging dabei um illegale Insidergeschäfte und Börsenmanipulation, um gesunde Unternehmen zu einer leichten Beute für die Übernahme durch Tanyas Firma zu machen. Die genauen Details, die sie mir erklärte, waren für mich ein Buch mit sieben Siegeln.
„Wenn ihr einige Vorkehrungen trefft, kann 'Tree-Brothers' nichts passieren. Ich habe gesehen, dass ihr in den letzten Jahren hohe Kapitalreserven gebildet habt. Die solltet ihr nutzen, um eigene Aktien zu kaufen. So wird der Kurs stabilisiert und für eine Übernahme durch Tanya unattraktiv.“
Verflucht!
Mich hielt nichts mehr auf meinem Stuhl. Aufgewühlt begann ich in meinem Büro auf und ab zu laufen und mir meine Haare zu raufen. Bellas Augen folgten mir und ihr Blick ließ mich nur unruhiger werden.
Ihr Rat führte mir mit grausamer Klarheit vor Augen, wie ernst die Bedrohung für das Unternehmen war, das wir mit so viel Liebe und Arbeit aufgebaut hatten. Wenn Bella mich nicht gewarnt hätte, dass Tanya mit ihrem Kooperationsangebot in Wirklichkeit finstere Absichten verfolgte, hätten wir alles verlieren können, wofür wir jahrelang geschuftet hatten. Und wir hätten es erst bemerkt, wenn es für einen Gegenschlag längst zu spät gewesen wäre…
Wahrscheinlich sollte ich ihr dankbar dafür sein, dass sie mir alles erzählt hatte. Doch was ich momentan empfand, konnte von Dankbarkeit nicht weiter entfernt sein. Ich war total verwirrt und meine Gedanken purzelten wild durcheinander. Ich wusste einfach nicht mehr, was ich glauben sollte. Mittlerweile stand ich an meinem großen Fenster und sah auf die gewaltige Werkstatthalle hinunter.
„Ich glaube nicht, dass Tanya so dumm ist, ihre Pläne jetzt noch in die Tat umzusetzen“, drang Bellas Stimme in meine Überlegungen. „Als ich heute Morgen bei ihr war, habe ich sie mit meinem Wissen konfrontiert, damit sie mich gehen lässt, ohne mir wegen des Vertrags Schwierigkeiten zu machen. Sie weiß, dass ich den Datenstick mit den Beweisen gegen sie habe. Noch haben Jenks und sie keine Straftat begangen, deshalb kann ich nichts unternehmen, aber sobald sie das tun, zwingen sie mich zum Handeln“, beendete sie ihren Bericht.
Ich nickte stumm zum Zeichen, dass ich verstanden hatte.
Damit schien die Gefahr für unsere Firma vorerst abgewendet zu sein. Trotzdem würde ich Emmett und Jasper so bald wie möglich alles erzählen, was ich gerade erfahren hatte. Dann konnten wir gemeinsam entscheiden, wie wir vorgehen sollten. Es konnte sicher nicht schaden, unseren eigenen Aktienanteil zu erhöhen, um uns unangreifbar zu machen. Und wir würden darüber reden müssen, wie es mit der Kooperation weiter gehen sollte. An eine weitere Zusammenarbeit mit Tanya war jetzt natürlich nicht mehr zu denken…
Wenn Tanya Bella in den letzten drei Jahren auch nur halb so gut kennen gelernt hatte, wie ich in wenigen Tagen, dann wusste sie genau, dass Bella zur Polizei gehen würde, sollte sie an ihrem Plan festhalten.
Doch jetzt fragte ich mich, wie gut kannte ich Bella? Langsam drehte ich mich wieder zu ihr um und sah, wie sie ängstlich vor mir saß und darauf wartete, dass ich etwas sagte.
Ich spürte, wie sich eine eisige Klammer um mein Herz legte und meine Miene versteinerte, als mir die ganze Bedeutung von Bellas Worten klar wurde.
Tanya hatte sie auf mich angesetzt, um meine Firma auszuspionieren. Doch wie weit war dieser Plan gegangen? Bezog er sich nur auf geschäftliche Dinge, oder beinhaltete er auch ‚Extraleistungen’?
War Bella die ganze Zeit Tanyas Plan gefolgt, oder hatte sie nebenbei ihre eigenen Interessen vertreten? Hatte sie nur mit mir gespielt und mich benutzt, um eine neue Stelle zu bekommen? Hatte sie das alles von Anfang an geplant? War unsere Beziehung Teil ihres Plans … oder war es für sie gar keine Beziehung, sondern nichts weiter als eine flüchtige Affäre? War sie eine dieser Frauen, die ohne zu zögern mit einem Mann ins Bett gingen, wenn es ihrer Karriere diente?
Verflucht!
War jede Berührung … jeder Kuss … jedes Stöhnen und Seufzen nur eine Lüge gewesen?
Aber wenn es so war, warum sagte sie es mir dann jetzt? Warum wartete sie nicht, bis sie einen unterschriebenen Arbeitsvertrag in der Tasche hatte?
Sie kannte mich noch nicht gut genug um zu wissen, dass ich mich – selbst jetzt noch – an mein Wort gebunden fühlte und ihr die Stelle geben würde.
NEIN! Nein, nein, nein.
Das konnte einfach nicht sein. Ich konnte mich nicht so in ihr getäuscht haben. Ich wusste einfach nicht mehr, was ich glauben sollte!
Bellas entsetztes Aufkeuchen beendete meine Grübeleien und als ich ihre vor Schreck geweiteten Augen sah, wurde mir bewusst, dass sie auf meinem Gesicht jeden Gedanken, jeden Zweifel und meine innere Zerrissenheit ablesen konnte.
„Bitte, Edward, lass mich ausreden und zieh keine falschen, voreiligen Schlüsse.“
Der Blick ihrer flehenden Augen ließ mich schwanken und deshalb nickte ich nur stumm. Meine Faust schloss sich automatisch um die Knöpfe in meiner Hosentasche und ich klammerte mich Hilfe suchend an ihnen fest.
Mit einem kleinen Seufzer der Erleichterung fuhr Bella fort. „Ich habe große Schwierigkeiten mit Vorstellungsgesprächen. Sie machen mich unsicher und nervös. Und als sich mir die Chance bot, bei einem neuen potenziellen Geschäftspartner zu arbeiten und für Tanya in die Bücher zu schauen, wusste ich, dass ich mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen durfte.“
Bellas Geständnis hatte sie stark mitgenommen. Sie war vollkommen erschüttert und schien am Ende ihrer Kräfte zu sein. Als ich die Tränen in ihren wunderschönen Augen glitzern sah, ging ich rasch wieder hinter meinen Schreibtisch und klammerte mich an der Tischkante fest. Ich musste mich dazu zwingen, nicht sofort zu ihr zu laufen, sie zu trösten und ihr Halt zugeben...
Verflucht!
Ich brauchte jetzt Abstand, um einen klaren Kopf zu behalten. Erst musste ich alles wissen und verstehen.
„Und warum dann jetzt? Warum hast du mir jetzt die Wahrheit gesagt, bevor du einen Arbeitsvertrag in der Tasche hast? Hattest du Angst, dass Tanya Erfolg haben könnte und es bald keine Firma mehr gibt, die dir einen Job anbieten kann?“, fragte ich eiskalt.
Noch während ich diese Frage stellte, wusste ich, wie ungerecht sie war. Zum einen hatten sich die Ereignisse seit unserer ersten Begegnung förmlich überschlagen und zum anderen wusste ich genau, wie unendlich schwer ihr die Mitwisserschaft bei Tanyas Machenschaften gefallen sein musste.
Sie fing an zu zittern, schlang ihre dünnen Arme um sich und schaffte es nicht, mir in die Augen zusehen. Mir zerriss dieser Anblick fast das Herz, aber ich musste erst Klarheit haben, bevor ich meiner Sehnsucht nachgeben durfte ... sie in meine Arme schließen und sie für immer vor allem Übel dieser Welt beschützen konnte…
„Edward, das ... das habe ich doch versucht - ich wollte dir von Anfang an die Wahrheit sagen, aber ich wusste einfach nicht wie. Und ich hatte Angst. Große Angst. Je näher wir uns kamen, desto größer wurde meine Angst davor, dass Victoria Recht hat. Sie sagte einmal zu mir, dass ich einfach kein Glück mit Männern verdient habe. Ich würde alle vertreiben, die etwas für mich empfinden... Und ich hatte genau vor dieser Situation Angst. Vor der Kälte in deiner Stimme und in deinem Blick. Davor, dass du mir nicht glauben kannst und mich wegstoßen wirst…“
Ihre Worte wurden immer wieder von ihren Schluchzern unterbrochen, Tränen rannen ihr nun unaufhaltsam die Wangen herunter und sie versuchte, sie mit ihrem Handrücken wegzuwischen.
Der Name 'Victoria' brachte mich wieder soweit zu Besinnung, dass mir klar wurde, was ich gerade tat. Rasch ging ich um den Schreibtisch herum und kniete vor ihr nieder.
"Ich habe dir schon mal gesagt, dass du vor mir keine Angst haben musst, Bella." Mit meiner rechten Hand hob ich ihr Kinn sanft an, um ihr in die Augen sehen zu können. Erst wich sie mir noch aus, aber dann tauchten ihre braunen Augen in meine ein und sie atmete hoffnungsvoll auf.
„Ja, ich wusste von Tanyas Plänen, aber ich hatte niemals die Absicht, sie in die Tat umzusetzen. Ich wollte einfach nur diese Gelegenheit für mich nutzen, um mich von ihr zu befreien. Aber dann lernte ich dich kennen und plötzlich war alles anders. Ich habe niemals damit gerechnet, dass ich mich in dich verlieben würde. Du musst mir einfach glauben, Edward. Ich habe dir nie etwas vorgespielt. Ich habe dich nicht benutzt und würde das niemals tun. Dafür bist du mir viel zu wichtig. Ich liebe dich, Edward. Und ich kann es nicht ertragen, dass du an mir zweifelst.“
Vielleicht war ich verrückt. Oder ich war nichts weiter als ein liebeskranker Narr, der die Welt durch eine rosarote Brille sah, aber ich konnte einfach nicht anders. Ich glaubte ihr. Egal was mein Verstand auch immer glaubte ... mein Herz konnte einfach nicht an ihr zweifeln.
Langsam beugte ich meinen Kopf vor und strich mit meiner Nase ganz langsam von ihrem Ohr zu ihrem Kinn und sog dabei ihren einzigartigen Duft ein. Ich spürte, wie sie ihren Atem anhielt und ihre Unterlippe leicht anfing zu zittern. Ich konnte nicht anders, ich senkte meine Lippen auf ihre und wir küssten uns sehr langsam und sanft.
Dann löste ich mich von ihr, um in ihre tränennassen, verhangenen Augen zu schauen.
"Weißt du, dass ich verdammt stolz auf dich bin?"
Die Verwirrung über meine Worte stand ihr deutlich ins Gesicht geschrieben, gleichzeitig sah ich aber auch den Funken Hoffnung, der sich in ihre wundervollen Augen stahl.
"Ja, Bella, ich bin wirklich sehr stolz auf dich. Du hast diesen mutigen Plan ganz alleine durchgezogen, bist dir treu geblieben und hast Rückgrat bewiesen. Und zum Schuss hattest du den Mut, mir alles zu beichten."
Ich beobachtete genau ihre Regungen und freute mich, als sie wieder etwas mehr Farbe bekam.
"Bella ... ich liebe dich, von ganzem Herzen." Ich zog sie in meine Arme, in denen sie fast völlig verschwand und wir sanken eng umschlungen gemeinsam auf den Fußboden.
Fiebrig suchte ich ihre Lippen und knabberte verlangend an ihrer Unterlippe. Davon hatte ich geträumt, seit sie sich heute Morgen auf genau dieser herumgebissen hatte, um mich zu necken. Unser Kuss wurde immer wilder und Bella stöhnte kehlig auf, als ich meine Hände sehnsüchtig über ihren Körper gleiten ließ und ihren kleinen süßen Po hart an mich drückte. Ich drehte uns so, dass ich halb auf ihr zu liegen kam, schob mein Knie drängend zwischen ihre Beine und ließ meine freie Hand zielstrebig unter ihr enges Top gleiten.
Doch als ich anfing, ihre Brust zu kneten und ich ihr so kleine Laute der Lust entlockte, löste sie sich viel zu schnell wieder von mir, schob mich auf Distanz und sah mich ernst an. Ich hatte aber keine Zeit, mir darüber den Kopf zu zerbrechen, denn schon sprudelte es aus ihr heraus und versetzte mir zum zweiten Mal heute einen Tiefschlag.
"Ich muss dir noch etwas sehr Wichtiges sagen. Ich habe die letzten Tage das Gefühl, verfolgt zu werden und ich denke, es ist Victoria ... Edward, ich komme nicht drum herum, ich muss mich mit Jacob treffen!"


hiii mein stuffelchen,
AntwortenLöschenjuhu das kap is da!!!
ich hatte schon angst nach dem teaser das edward wirklich schluss macht.
bella du darfst dich nich mit jake treffen. er wird doch bestimmt irgendwelche sachen da machen, um sie wieder zurück zu bekommen oda??
ich freu mich schon aufs nächste kap.
*knuddel*
alles liebe deine bella♥
Hallo Stuffelchen,
AntwortenLöschenerst mal tieeeeeeeffffff durchatmen.
Es wird immer besser (und spannender *grummel*).
Ich möchte schon jetzt die ganze Geschichte verschlingen. Das ist einfach nur toll!!!
Ja, ich bin heute extrem gut drauf und lasse mich nicht! von meiner Tastatur aufregen.
Also, um das Ganze mal wieder in einen ordentlichen Rahmen zu bringen: Du baust die Spannung gut auf und dein Stil wird immer besser. Als Leser fiebert man mit deinen Figuren mit und die Gefühle und Befürchtungen vermittelst du fantastisch.
Auch ein großes Danke an Tina, die dir unter die Arme greift und sicherlich einen großen Einfluss darauf hat, dass die Geschichte so toll ist, wie sie ist.
Sooooo, ich glaube, alles ist gesagt.
Alles Liebe, deine Caro
Hi Stuffel,
AntwortenLöschenHerzlichen Glückwunsch zu dem neuen Kapitel. Es ist toll geworden. Liest sich super und macht neugierig auf mehr. Bella trifft Jacob wieder. Juchhu!
Freu mich aufs nächste Kap.
Liebe Grüße
Antje
Hallo:)
AntwortenLöschenWirklich wirklich tolle Geschichte, du schreibst echt super! Es ist immer so spannend und einfach nur toll! Einfach nur wow! Ich bin jetzt seit einem Monat fast jeden Tag auf deiner Seite, weil ich es kaum abwarten kann, bis endlich ein neues Kapitel kommt. Grr ;D Wie geht es weiter? Wie wird das Treffen mit Jacob aussehen? Wird Bella wirklich von Victoria verfolgt? Bitte spann mich nicht länger auf die Folter - wann geht es weiter?):
Liebe Grüße
man man wie ot der herr das wort verdlucht gebraucht :D
AntwortenLöschenhach ich weiß net wie oft ich es noch sagen soll ich liebe dich udn deine geschichten =)